Tournus


St. Philibert
Die Abteikirche gehört zu den schönsten romanischen Kirchen Burgunds und somit wohl auch zu den schönsten überhaupt. Wie so viele ihrer Art hat sie einen wehrhaften Charakter, die Fassade war auch ursprünglich ein Verteidigungswerk, daher die Schießscharten und die Schmucklosigkeit. Der Bau begann am Ende des 10. Jahrhunderts und wurde in den nächsten Jahrhunderten vollendet.
Den schlichten, aber ungewöhnlich großen Narthex betritt man durch ein kleines Gebäude zwischen der Kirche und dem alten Vorratsraum des Klosters, der heute ein Café beherbergt. Im Narthex findet man bedeutende Fresken aus dem 14. Jahrhundert.
Über ihm liegt die Kapelle Saint-Michael, die wahrscheinlich älter als das Hauptschiff ist. In ihr führt eine atemberaubende (und nicht mehr benutzbare) Holztreppenkonstruktion hoch zum Glockenturm.
Das Hauptschiff ist hell und von typisch frühromanischer Schlichtheit, wodurch die schlanken, aus Naturstein gehauenen Säulen besonders zur Geltung kommen, viel Licht dringt durch die großen Rundbogenfenster des Seitenschiffes.Hauptschiff von St. Philibert

Auf jeden Fall sollte man auch in die Krypta heruntersteigen, die noch aus dem 10. Jahrhundert stammt. Sie ist ungewöhnlich hoch und besteht aus einem Umgang mit mehreren Kapellen, sowie dem von zwei Reihen schlanker Säulen abgegrenzten "Hauptraum". Ein Fresko aus den 12. Jahrhundert ist noch besonders gut erhalten, es stellt Maria mit dem Kind und den thronenden Christus dar. Altar in der Krypta
Die anderen erhaltenen Abteigebäude, wie das Refektorium, der Vorratsraum, der Kapitelsaal und der Abtshaus werden heute anderweitig genutzt, z.B. für Ausstellungen

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